Auswertung der Test-Ergebnisse (Stand April-2008)
Zum Zeitpunkt der Auswertung betrug die Anzahl der anonymen Personen, die am BDSM-Test teilgenommen haben, insgesamt 56381. Die hier nun veröffentlichten Tabellen veranschaulichen einige ganz markante Verteilungen und interessante Zusammenhänge, basierend auf den Angaben und Antworten aller Teilnehmer.
Inhalt
Geschlecht und durchschnittliches Alter
Bildung und Abschlüsse
Nationalität
Verteilung der Postleitzahlen
Geschlecht des Wunschpartners
SM-Erfahrung
Familenstand
Durchschnittliche Intensität der Neigungen
Die 20 häufigsten Neigungen (Ergebnissätze) im Einzelnen
SM = Bereicherung im Sexualleben?
Sorgen wegen SM-Praktiken und Fantasien
Alter der ersten SM-Fantasien
Ist es bedauernswert, anders zu sein?
"Abschalten" der Fantasien, Leben ohne SM?
Konflikt mit dem eigenen Wertesystem
Übergang ins Extreme?
Analyse der Antworten (Fragen 01-49)
Geschlecht und durchschnittliches Alter Zu Beginn soll hier erst einmal eine Übersicht über die Gesamtverteilung der einzelnen Geschlechter und der durchschnittlichen Altersangaben geboten werden.
prozentual
absolut
Durchschnittsalter
männlich
73,7 %
41551
33,5 Jahre
weiblich
21,5 %
12132
30,2 Jahre
transvestit
4,0 %
2248
36,3 Jahre
transsexuell
0,8 %
450
35,9 Jahre
Gesamtdurchschnitt
34,0 Jahre
Sehr auffällig ist hier, dass etwa dreiviertel aller Teilnehmer Männer sind, wodurch der Anteil der übrigen Geschlechter sehr gering ausgefallen ist. Am jüngsten sind durchschnittlich die Frauen, wohingegen Transvestiten das höchste Durchschnittsalter haben.
Bildung und Abschlüsse Im folgenden wurden die unterschiedlichen schulischen oder akademischen Abschlüsse der Teilnehmer analysiert und ausgewertet. Für jedes Bildungsniveau existiert auch eine detailliertere Unterteilung der einzelnen Geschlechter.
kein Abschluss
Hauptschulabschluss
mittlere Reife
Abitur
Hochschulabschluss
männlich
2,1 %
13,4 %
29,1 %
29,9 %
25,5 %
weiblich
2,6 %
14,5 %
38,8 %
32,0 %
12,2 %
transvestit
3,0 %
16,5 %
33,1 %
26,5 %
20,8 %
transsexuell
6,0 %
25,1 %
27,8 %
21,3 %
19,8 %
Gesamtanteil (100%)
3,4 %
17,4 %
32,2 %
27,4 %
19,6 %
Von den Teilnehmern hat jeder dritte die Schule mit mittlerer Reife abgeschlossen. Davon ist der Anteil der Frauen mit 38,8 % am höchsten. Ins Auge fällt außerdem, dass insgesamt weit mehr Leute Abitur oder einen Hochschulabschluss (47,0 %) haben als gar keinen oder Hauptschulabschluss (20,8 %).
Nationalität Eine kleine Auskunft über die nationale Verteilung unserer Teilnehmer:
prozentual
absolut
Deutschland
85,4 %
48129
Schweiz
5,0 %
2793
Österreich
5,1 %
2878
Andere
4,6 %
2581
Verteilung der Postleitzahlen Diese Tabellen beschreiben die nationale (Deutschland, Schweiz, Österreich) und jeweils eine regionale Verteilung unserer Teilnehmer. Dabei sei zu beachten, dass nur Teilnehmer mit verwertbaren ("vollständige") PLZ-Angaben mitgezählt wurden. Alle anderen Angaben wurden unter "keine Angaben" eingestuft.
Deutschland
prozentual
absolut
keine Angaben
3,8 %
1813
0xxxx
3,3 %
1572
1xxxx
11,2 %
5389
2xxxx
10,5 %
5061
3xxxx
11,0 %
5284
4xxxx
14,1 %
6783
5xxxx
12,1 %
5834
6xxxx
10,3 %
4937
7xxxx
9,0 %
4348
8xxxx
8,4 %
4065
9xxxx
6,3 %
3043
Summe
48129
Schweiz
prozentual
absolut
keine Angaben
2,5 %
69
1xxx
6,1 %
171
2xxx
3,8 %
105
3xxx
12,3 %
343
4xxx
16,9 %
473
5xxx
7,2 %
200
6xxx
8,4 %
235
7xxx
2,0 %
55
8xxx
35,3 %
985
9xxx
5,6 %
157
Summe
2793
Österreich
prozentual
absolut
keine Angaben
2,9 %
83
1xxx
41,4 %
1191
2xxx
7,2 %
207
3xxx
4,8 %
137
4xxx
10,3 %
297
5xxx
7,1 %
203
6xxx
9,8 %
282
7xxx
1,8 %
53
8xxx
10,9 %
314
9xxx
3,9 %
111
Summe
2878
Deutschland: Erstaunlich wenige Deutsche kommen aus der Region Sachsen / Sachsen-Anhalt (PLZ 0xxxx mit 1572 Personen), die sogar noch weniger ausmachen als die ungültigen Angaben. Weit mehr kommen dagegen aus dem 4er und 5er PLZ-Bereich Deutschlands, nämlich dem Rhein- und Ruhrgebiet (insgesamt über 12000 der 48129 deutschen Teilnehmer).
Schweiz: Wie man an den Werten für die Gegenden um Bern und Basel (mit den Postleitzahlen 3xxx bzw. 4xxx, insgesamt: 29,1 %), aber vor allem für das Gebiet um Zürich (8xxx) mit mehr als einem Drittel, erkennen kann, wird deutlich, dass sich die im Vergleich zu den Deutschen geringe Teilnehmerzahl überwiegend auf die großen Metropolen beschränkt hat.
Österreich: Dies lässt sich auch bzw. noch deutlicher an der österreichischen Verteilung erkennen: fast die Hälfte aller Teilnehmer kommt hierbei aus Wien (PLZ 1xxx). Oberösterreich (4xxx), Tirol (6xxx) und die Steiermark (8xxx) sind aber auch nicht gänzlich zu vernachlässigen, bilden sie doch insgesamt knapp ein Drittel der Österreicher, die sich am Test beteiligt haben.
Geschlecht des Wunschpartners Hier werden die verschiedenen Kombinationen von "X sucht Y" verdeutlicht. Dabei stehen die Subjekte (diejenigen, die suchen) "X" links untereinander, die Objekte "Y" (also wer gesucht wird) dagegen oben nebeneinander.
...sucht:
männlich
weiblich
transvestit
transsexuell
egal
männlich
49,9 %
40,6 %
0,2 %
0,4 %
8,9 %
weiblich
79,1 %
7,6 %
0,2 %
0,1 %
13,1 %
transvestit
12,6 %
34,4 %
4,2 %
2,2 %
46,6 %
transsexuell
22,9 %
26,4 %
0,9 %
6,2 %
43,6 %
Das wohl mit erstaunlichste Ergebnis dieses Tests überhaupt: fast exakt die Hälfte (49,9 %) aller männlichen Teilnehmer gab als Wunschpartner sein eigenes Geschlecht an, was offensichtlich bedeutet, dass jeder zweite Mann einen gleichgeschlechtlichen Partner zur Ausübung seiner SM-Fantasien sucht. Transvestiten ist es dagegen ebenso egal wie Transsexuellen, welches Geschlecht sie als Partner bevorzugen. Erwähnenswert ist aber, dass sich doppelt so viele Transvestiten Frauen (34,4 %) wünschen als Männer (12,6 %).
SM-Erfahrung Dieser Abschnitt gibt an (pro Geschlecht und insgesamt), wie viel Erfahrung unsere Teilnehmer mit dem Thema SM haben.
keine Erfahrung
etwas Erfahrung
viel Erfahrung
sehr viel Erfahrung
männlich
31,7 %
50,4 %
14,3 %
3,4 %
weiblich
28,7 %
50,9 %
16,7 %
3,6 %
transvestit
32,7 %
51,5 %
12,2 %
3,5 %
transsexuell
37,8 %
42,0 %
12,4 %
7,8 %
Gesamtanteil (100%)
32,7 %
48,7 %
13,9 %
4,6 %
Jeder dritte (32,7 %) gibt zwar im Durchschnitt an, bisher absolut keine Erfahrung mit SM gemacht zu haben. Allerdings können noch mehr, nämlich durchschnittlich die Hälfte (48,7 %) aller Teilnehmer, von sich behaupten, zumindest etwas erfahren zu sein. Erstaunlich wenige - oder vielleicht nur erstaunlich zurückhaltend (?) - waren dagegen die Teilnehmer mit viel bzw. sehr viel Erfahrung, darunter vor allem Männer, Frauen und Transvestiten.
Familenstand In den beiden unten stehenden Tabellen bietet sich eine Übersicht über die Verteilung der einzelnen Familienstände. Auch hier gibt es pro Tabelle eine Unterteilung für die jeweiligen Geschlechter.
Die erste Tabelle gibt einen Einblick in die Gesamtverteilung "Singles - Gebunden", also ohne Berücksichtigung der verschiedenen Arten von Partnerschaften (z.B. verheiratet, gebunden) oder der Gründe des Single-Seins (z.B. geschieden, verwitwet).
keine Angaben
Singles gesamt
Gebundene gesamt
männlich
2,0 %
61,3 %
36,7 %
weiblich
4,2 %
52,0 %
43,8 %
transvestit
1,2 %
53,8 %
44,9 %
transsexuell
0,7 %
67,6 %
31,8 %
Gesamtanteil (100%)
2,0 %
58,7 %
39,3 %
Der größte Anteil an Singles lag bei den Männern (61,3 %) und den Transsexuellen (67,6 %), dagegen waren die meisten Gebundenen Transvestiten (44,9 %). Insgesamt lag aber der Anteil trotzdem eher bei den Alleinstehenden als den Teilnehmern mit einem festen Partner.
In der zweiten Tabelle wird der Familienstand zusätzlich in die einzelnen Arten von Partnerschaften (z.B. verheiratet, gebunden) bzw. Ursachen des Single-Seins (z.B. geschieden, verwitwet) unterteilt.
keine Angaben
single
gebunden
verheiratet
geschieden
verwitwet
getrenntlebend
männlich
2,0 %
53,8 %
26,0 %
10,7 %
4,6 %
0,6 %
2,2 %
weiblich
4,2 %
36,5 %
31,0 %
12,8 %
9,8 %
1,1 %
4,5 %
transvestit
1,2 %
41,6 %
23,3 %
21,6 %
6,8 %
1,2 %
4,2 %
transsexuell
0,7 %
50,2 %
20,9 %
10,9 %
6,2 %
4,2 %
6,9 %
Gesamtanteil (100%)
2,0 %
45,6 %
25,3 %
14,0 %
6,9 %
1,8 %
4,5 %
Wirft man einen Blick auf die etwas detailliertere Aufteilung des Familienstandes, fällt als erstes die sehr hohe Zahl an Singles auf (45,6 %), wobei hier mit "Singles" jetzt nur Alleinstehende gemeint sind, die noch nie verheiratet waren. Hier gaben am wenigsten die Frauen an Single zu sein (36,5 %), sie bildeten dagegen eine Mehrheit unter den Gebundenen (hierunter fallen jetzt auch nur die nicht-ehelichen Partnerschaften). Als nächstes sticht allerdings hervor, dass die Mehrheit der Verheirateten mit etwa 21,6 % transvestit sind.
Durchschnittliche Intensität der Neigungen Im folgenden bedeuten die Werte die unterschiedliche Intensität einer Neigung in Abhängigkeit von einer Skala von 0 bis 100. Hierbei sei angemerkt, dass nur Werte > 0 betrachtet und ausgewertet wurden.
sadistisch
dominant
devot
masochistisch
männlich
35,0
47,7
50,6
33,4
weiblich
25,4
32,7
60,6
43,5
transvestit
19,6
34,1
69,7
44,0
transsexuell
23,2
34,0
64,1
44,8
Gesamtheit
25,8
37,1
61,3
41,4
Ein Beispiel zur Erläuterung an einem sehr markanten Ergebnis: Männer haben im Durchschnitt 47,7 von 100 Punkten auf der Dominant-Skala, gleichzeitig aber auch knapp über 50 Punkte auf der Devot-Skala. Unter anderem könnte dieses Ergebnis tatsächlich auf die Gesamtverteilung der 20 häufigsten Neigungsergebnisse (siehe nächste Tabelle) hindeuten, nämlich dass die meisten Teilnehmer als Testresultat "Switcher" erhalten haben. Den durchschnittlich höchsten Wert für masochistische Neigung haben Transsexuelle mit 44,8 von 100 Punkten. Insgesamt verhält sich die Gesamtheit noch am ehesten devot und am wenigsten ist sie sadistisch veranlagt.
Die 20 häufigsten Neigungen (Ergebnissätze) im Einzelnen Hier sind im Einzelnen in absteigender Sortierung die 20 häufigsten Ergebnisse aufgelistet. Außerdem wurden auch die jeweiligen Anteile der einzelnen Geschlechter ermittelt.
Insgesamt
männlich
weiblich
transvestit
transsexuell
Switcher
13,4 %
77,0 %
18,4 %
4,1 %
0,6 %
Extrem-Switcher
9,7 %
77,9 %
16,6 %
4,4 %
1,1 %
Devot und masochistisch
7,2 %
66,1 %
27,3 %
5,6 %
1,1 %
Extrem sadistisch und dominant
4,1 %
86,4 %
12,1 %
1,2 %
0,2 %
Switcher mit extremer Ausprägung
4,0 %
78,2 %
18,0 %
2,9 %
0,9 %
Extrem devot und masochistisch
4,0 %
62,6 %
30,8 %
5,5 %
1,1 %
Switcher mit Schwerpunkt Dominant
2,8 %
77,8 %
17,5 %
4,0 %
0,7 %
Extrem sadistisch und dominant mit devoten Zügen
2,7 %
81,5 %
16,4 %
1,8 %
0,2 %
Extrem-Switcher mit Schwerpunkt Devot
2,5 %
72,7 %
22,7 %
4,0 %
0,6 %
Stino (kein SM-Bezug)
2,0 %
74,8 %
21,9 %
2,8 %
0,5 %
Stino mit devoten Zügen
1,7 %
69,3 %
27,6 %
2,5 %
0,6 %
Sadistisch und dominant
1,3 %
78,7 %
19,2 %
1,2 %
0,8 %
Switcher mit Schwerpunkt Maso
1,3 %
72,1 %
22,8 %
4,3 %
0,8 %
Devot mit masochistischen Zügen
1,3 %
61,2 %
28,4 %
9,2 %
1,2 %
leicht dominant
1,2 %
83,5 %
13,3 %
2,3 %
0,9 %
Switcher (leicht)
1,1 %
68,1 %
28,2 %
2,9 %
0,8 %
Switcher mit Schwerpunkt Devot
1,0 %
70,6 %
20,0 %
8,5 %
0,9 %
Dominant mit devoten Zügen
0,8 %
92,0 %
6,9 %
0,7 %
0,4 %
Extrem dominant und sadistisch
0,8 %
88,5 %
9,8 %
1,4 %
0,2 %
Devot
0,7 %
67,7 %
24,1 %
7,2 %
1,0 %
Rest
36,5 %
Die meisten Teilnehmer bekamen, wie man erkennen kann und eben schon erwähnt wurde, als Testergebnis "Switcher" mit ca. 13,4 %. Von den 13,4 % sind mehr als dreiviertel (77,0 %) männlich - was aber auch an dem so großen Männeranteil insgesamt liegen kann. Dadurch lässt sich also auch schwer erfassen, welches Ergebnis bei der Umfrage zum Beispiel die Frauen am häufigsten erhalten haben (neben Switcher).
Fasst man alle Ergebnisse mit dem Begriff "Switcher" ("Extrem-Switcher", "Switcher mit Schwerpunkt...") zusammen, erhielten sogar 35,8 % der Teilnehmer dieses Testresultat. Außerdem ist die Verteilung der Plätze 4 bis 20 relativ gleichmäßig (Extrem sadistisch und dominant: 4,1 - Extrem dominant und sadistisch: 0,8 %).
Eine weitere Auffälligkeit ist, dass diese genannten 20 häufigsten Testergebnisse fast zwei Drittel aller Ergebnisse ausmachen (alle übrigen Resultate geben zusammen rund 36,5 %).
Die folgenden paar Kategorien beziehen sich auf die insgesamt 11 zusätzlichen Fragen, die dem Teilnehmer gestellt wurden. Davon hatten die meisten Fragen die Beantwortungsmöglichkeiten "trifft auf keinen Fall zu" bis "trifft vollkommen zu". Hier sehen Sie die prozentualen Gesamtverteilungen der einzelnen Antworten im Detail:
SM = Bereicherung im Sexualleben? Die folgenden Fragen geben vor allem Aufschluss darüber, wie positiv unsere Teilnehmer zum Thema SM in ihrem (Sexual-)Leben stehen. Stellt SM in ihrem Leben eine Bereicherung dar bzw. wäre ein Leben ohne SM sogar langweilig? So sehen die Verteilungen im Einzelnen aus:
SM hat mein Leben bereichert!
trifft auf keinen Fall zu
17,6 %
trifft kaum zu
10,5 %
trifft etwas zu
20,7 %
trifft weitgehend zu
20,8 %
trifft vollkommen zu
30,4 %
Mein Sexualleben wäre ohne SM langweilig!
trifft auf keinen Fall zu / ich habe keine Fantasien
18,7 %
trifft kaum zu
17,3 %
trifft etwas zu
20,3 %
trifft weitgehend zu
19,9 %
trifft vollkommen zu
23,8 %
Wenn man die beiden Ergebnisse zusammengefasst betrachtet, könnte man einen Zusammenhang erkennen: Die Behauptung wäre zwar ein wenig gewagt, aber anscheinend findet jeder ein Leben ohne SM langweilig, der auch in gleichem Maße meint, SM habe sein Leben bereichert. Diese Meinung teilen ca. ein Drittel (und damit die Mehrheit) der Teilnehmer untereinander.
Sorgen wegen SM-Praktiken und Fantasien Diese 3 Fragen beziehen sich hauptsächlich auf Ängste und Sorgen, die die Teilnehmer hinsichtlich ihrer SM-Praktiken und -Fantasien (zumindest gelegentlich) haben und wie hoch sie das als zutreffend ansehen.
Manchmal mache ich mir Sorgen, dass ich bei der Umsetzung meiner SM-Fantasien zu weit gehe.
trifft auf keinen Fall zu
45,0 %
trifft kaum zu
26,1 %
trifft etwas zu
19,8 %
trifft weitgehend zu
4,7 %
trifft vollkommen zu
4,4 %
Ich habe manchmal Angst, dass die Umsetzung meiner Fantasien zu ernsthaften Verletzungen führen könnte.
trifft auf keinen Fall zu
49,1 %
trifft kaum zu
23,3 %
trifft etwas zu
17,5 %
trifft weitgehend zu
4,5 %
trifft vollkommen zu
5,6 %
Ich denke, dass bei SM-Praktiken die Gefahr ernsthafter Verletzungen ziemlich hoch ist.
trifft auf keinen Fall zu
17,8 %
trifft kaum zu
24,4 %
trifft etwas zu
31,0 %
trifft weitgehend zu
14,0 %
trifft vollkommen zu
12,9 %
Die ersten beiden Fragen machen deutlich: die allerwenigsten machen sich wirklich Sorgen, dass sie mit ihren Fantasien zu weit gehen würden (45,0 %) oder deren Umsetzung zu Verletzungen führen könnte (49,1 %). Trotzdem ist aber jeder Dritte (31,0 %) der Meinung, dass die "Gefahr ernsthafter Verletzungen" bei der Ausübung seiner SM-Praktiken zumindest "etwas" hoch ist.
Alter der ersten SM-Fantasien Der Titel spricht für sich: in diesem Bereich wird die Frage geklärt, in welchem Alter (wenn überhaupt) unsere Teilnehmer ihre ersten SM-Fantasien hatten.
In welchem Alter haben Sie zum ersten Mal SM-Fantasien gehabt?
1 - 6
1,7 %
7 - 13
12,2 %
14 - 20
39,6 %
21 - 30
24,1 %
31 - 40
9,1 %
41 - 50
2,4 %
älter als 50
0,4 %
noch gar nicht
8,0 %
Die gängige Behauptung wird hierdurch einmal mehr bestätigt: Die Mehrzahl der Teilnehmer hat angegeben, die ersten SM-Fantasien im Alter zwischen 14 und 20 gehabt zu haben. Der nächsthöhere Prozentwert liegt zwischen 21 und 30 Jahren mit 24,1 %. Davor und danach fällt jedoch der Anteil in beide Richtungen immer weiter ab. Nur knapp 8,0 % der Personen hatten angeblich noch keine vergleichbaren Fantasien.
Ist es bedauernswert, anders zu sein? Eine weitere sehr wichtige Frage, die es zu klären galt, war, ob sich unsere Teilnehmer hinsichtlich ihrer SM-Fantasien und Sexualpraktiken mit den "Normalos" in ihrem Leben vergleichen bzw. ob es sie stört, anders zu sein.
Manchmal bedauere ich es, dass ich bezüglich meiner sexuellen Neigungen anders bin als die "Normalos".
trifft auf keinen Fall zu
60,2 %
trifft kaum zu
21,1 %
trifft etwas zu
12,9 %
trifft weitgehend zu
3,1 %
trifft vollkommen zu
2,7 %
Fast zwei Drittel findet es auf keinen Fall bedeauernswert, dass sie hinsichtlich ihrer SM-Fantasien und sexuellen Praktiken im Vergleich zu den "Normalos" anders seien und nur die wenigsten beklagen tatsächlich, dass sich ihre Fantasien so sehr von den gängigen Sexualvorstellungen unterscheiden.
"Abschalten" der Fantasien, Leben ohne SM? Im Gegensatz zu den ersten beiden beschäftigen sich diese zwei Fragen damit, ob die Mehrheit der teilnehmenden Personen sich eher wieder ein Leben ohne SM vorstellen kann oder sogar versucht, die Fantasien ganz zu unterdrücken. Vielleicht besteht ja eine Art Zusammenhang zwischen der Verteilung der Antworten von weiter oben und denen der folgenden:
Ich habe schon mehrmals versucht, meine SM-Fantasien ganz "abzuschalten".
trifft auf keinen Fall zu
61,9 %
trifft kaum zu
19,6 %
trifft etwas zu
11,7 %
trifft weitgehend zu
3,3 %
trifft vollkommen zu
3,6 %
Manchmal wünsche ich mir ein Leben ohne SM-Fantasien.
trifft auf keinen Fall zu / gar nicht
39,7 %
trifft kaum zu
19,0 %
trifft etwas zu
10,9 %
trifft weitgehend zu
3,4 %
trifft vollkommen zu
3,4 %
Bisher noch nicht
23,5 %
Hier spiegelt sich das gleiche wider, was im vorletzten Abschnitt schon aufgefallen ist, nur wird es dieses Mal von der negativen Seite aus betrachtet: Gaben fast zweidrittel der Teilnehmer an, sie hätten noch niemals versucht, ihre SM-Fantasien abzustellen, sind es etwa genauso viele, nämlich zusammen 63,3 %, die sich (bisher noch) gar kein Leben ohne SM-Fantasien wünschen bzw. gewünscht haben.
Konflikt mit dem eigenen Wertesystem Können die eigenen SM-Fantasien bzw. -Praktiken in Konflikt mit dem eigenen Wertesystem treten? Wie unsere Teilnehmer das empfunden haben, können sie folgender Tabelle entnehmen:
Ich empfinde es als Problem, dass meine SM-Fantasien nicht zu meinem persönlichen Wertesystem passen.
trifft auf keinen Fall zu
58,1 %
trifft kaum zu
19,7 %
trifft etwas zu
13,7 %
trifft weitgehend zu
4,6 %
trifft vollkommen zu
3,9 %
Ähnlich sieht es hier aus: Auch knapp 58,1 % aller Personen, die an der Untersuchung teilgenommen haben, empfinden es überhaupt nicht als Problem, dass ihre SM-Fantasien nicht zu ihrem persönlichen Wertesystem passen. Nicht einmal jeder zehnte (zusammen 8,5 %) hat behauptet, dass dieses Problem wenigstens weitgehend oder gar vollkommen zuträfe.
Übergang ins Extreme? Diese Kategorie geht der Frage auf den Grund, ob die teilnehmenden Personen der Meinung sind, dass ihre sexuellen Praktiken und Fantasien zunehmend an Extremen gewonnen haben bzw. wie stark das der Fall ist:
Meine SM-Fantasien sind allmählich immer extremer geworden / werden immer extremer.
trifft auf keinen Fall zu
30,3 %
trifft kaum zu
18,2 %
trifft etwas zu
24,0 %
trifft weitgehend zu
14,3 %
trifft vollkommen zu
13,2 %
Hier ist die Verteilung schon etwas weniger eindeutig: Zwar streitet nicht ganz ein Drittel der Teilnehmer völlig ab, die Fantasien wären allmählich immer extremer geworden, allerdings behaupten auch fast genauso viele, nämlich etwas mehr als jeder Vierte, dass diese Behauptung zumindest etwas zutrifft. Zusammen finden sogar ungefähr 27,5 %, dass dies bei ihnen mindestens weitgehend der Fall ist.
Fragen 01-49 Abschließend befinden sich in dieser langen Tabelle noch die Fragen, die unsere Teilnehmer im Rahmen der Untersuchung beantworten mussten. Fahren Sie einfach mit der Maus oder klicken Sie auf die rot markierte Fragenummer, um zu erfahren, wie die Frage genau lautete.
Bei diesen insgesamt 49 Fragen gab es immer die gleichen fünf Antwortmöglichkeiten, von "trifft auf keinen Fall zu" bis "trifft vollkommen zu". Im folgenden sehen Sie die jeweilige prozentuale Gesamtverteilung. Jede dieser Fragen begann mit folgender Einleitung:
Die Fantasie/Vorstellung erregt mich, ...
Frage
trifft auf keinen Fall zu
trifft kaum zu
trifft etwas zu
trifft weitgehend zu
trifft vollkommen zu
Frage 1
15,7 %
10,4 %
21,6 %
21,7 %
30,6 %
Frage 2
21,4 %
12,9 %
19,9 %
18,2 %
27,5 %
Frage 3
36,9 %
18,3 %
19,8 %
11,7 %
13,3 %
Frage 4
31,6 %
14,2 %
19,3 %
15,1 %
19,7 %
Frage 5
22,5 %
13,8 %
20,8 %
15,9 %
27,0 %
Frage 6
25,8 %
14,9 %
21,7 %
16,1 %
21,5 %
Frage 7
25,4 %
12,3 %
19,5 %
18,6 %
24,2 %
Frage 8
51,2 %
15,2 %
13,5 %
9,2 %
10,9 %
Frage 9
45,9 %
15,4 %
16,9 %
12,1 %
9,8 %
Frage 10
15,2 %
8,3 %
18,2 %
19,0 %
39,4 %
Frage 11
46,5 %
16,0 %
15,4 %
9,6 %
12,5 %
Frage 12
21,5 %
11,2 %
20,5 %
16,0 %
30,9 %
Frage 13
35,8 %
12,1 %
17,9 %
14,8 %
19,3 %
Frage 14
43,0 %
16,3 %
18,3 %
11,3 %
11,1 %
Frage 15
37,9 %
14,2 %
19,5 %
14,0 %
14,4 %
Frage 16
24,1 %
11,7 %
20,1 %
14,8 %
29,4 %
Frage 17
29,7 %
13,7 %
19,2 %
16,4 %
21,1 %
Frage 18
24,3 %
12,1 %
19,6 %
15,7 %
28,3 %
Frage 19
20,2 %
8,9 %
16,0 %
15,7 %
39,1 %
Frage 20
39,0 %
12,9 %
17,9 %
13,9 %
16,3 %
Frage 21
42,1 %
15,0 %
16,7 %
12,1 %
14,2 %
Frage 22
37,2 %
13,2 %
17,1 %
13,8 %
18,7 %
Frage 23
53,0 %
13,1 %
12,8 %
10,0 %
11,1 %
Frage 24
48,8 %
13,1 %
14,7 %
10,1 %
13,3 %
Frage 25
29,8 %
14,1 %
19,4 %
15,9 %
20,7 %
Frage 26
45,3 %
13,6 %
15,2 %
13,0 %
13,0 %
Frage 27
48,8 %
12,0 %
14,6 %
10,0 %
14,7 %
Frage 28
44,1 %
15,2 %
17,1 %
12,1 %
11,4 %
Frage 29
36,8 %
10,2 %
15,4 %
14,7 %
22,9 %
Frage 30
53,4 %
10,9 %
14,9 %
10,7 %
10,1 %
Frage 31
40,9 %
16,2 %
20,1 %
11,5 %
11,3 %
Frage 32
41,7 %
10,5 %
16,4 %
13,3 %
18,2 %
Frage 33
45,0 %
15,9 %
18,4 %
10,5 %
10,1 %
Frage 34
25,5 %
9,8 %
16,9 %
16,3 %
31,5 %
Frage 35
18,6 %
9,7 %
19,8 %
19,1 %
32,8 %
Frage 36
15,9 %
9,7 %
22,7 %
21,3 %
30,4 %
Frage 37
27,9 %
10,9 %
17,9 %
17,5 %
25,8 %
Frage 38
43,7 %
12,9 %
16,8 %
13,2 %
13,4 %
Frage 39
25,6 %
12,5 %
19,2 %
15,4 %
27,4 %
Frage 40
36,4 %
12,0 %
16,9 %
14,6 %
20,1 %
Frage 41
18,3 %
7,5 %
16,8 %
16,9 %
40,4 %
Frage 42
46,0 %
13,5 %
16,3 %
11,0 %
13,2 %
Frage 43
42,2 %
12,3 %
17,0 %
11,7 %
16,7 %
Frage 44
27,5 %
13,3 %
19,6 %
17,5 %
22,1 %
Frage 45
20,2 %
11,2 %
20,1 %
18,2 %
30,3 %
Frage 46
44,6 %
15,1 %
15,6 %
10,9 %
13,8 %
Frage 47
24,1 %
9,0 %
14,6 %
15,8 %
36,5 %
Frage 48
46,5 %
11,1 %
13,8 %
10,3 %
18,3 %
Frage 49
13,2 %
6,4 %
13,4 %
16,9 %
50,2 %
Als Fazit darf hier noch erwähnt werden: Auffällig ist es vor allem, dass neben der fast immer relativ gleichen Verteilung der 5 Antworten, offenbar immer die "Extrem-Antworten" am häufigsten beantwortet wurden, sei es die Antwortmöglichkeit "trifft auf keinen Fall zu" oder "trifft vollkommen zu".
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